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Bootscharter in Frankreich: Der komplette Ratgeber

Aktualisiert

Von den gewaltigen Atlantikgezeiten der Bretagne bis zu den türkisfarbenen Buchten Korsikas bietet Frankreich ein Segelerlebnis, das in Europa seinesgleichen sucht – und wer weiß, wohin es geht, ist klar im Vorteil.

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Bootscharter in Frankreich: Der komplette Ratgeber

Warum Frankreich ein Traumziel für Segler ist

Frankreich bietet eine der vielfältigsten und schönsten Segelerfahrungen in Europa. Kaum ein anderes Land kann mit dieser Bandbreite mithalten: rauhe Atlantikküsten mit echtem Wind, die glitzernde Ruhe des Mittelmeers und eine Insel, die wie aus einer anderen Epoche zu stammen scheint. Dazu kommt erstklassige Küche in jedem Hafen, eine tiefe maritime Tradition und einige der bestausgestatteten Marinas auf dem Kontinent – kein Wunder also, dass Bootscharter in Frankreich bei Seglern aller Erfahrungsstufen immer beliebter wird.

Ob erfahrener Blauwassersegler, den die Gezeiten-Komplexität der Bretagne anzieht, oder Einsteiger auf der Suche nach ruhigen Ankerplätzen an der Côte d'Azur – in Frankreich gibt es ein Segelrevier für jeden. Die Geographie des Landes lässt die Wahl: Atlantische Herausforderung oder mediterrane Leichtigkeit, abgelegene Natur oder glamouröse Ferienorte.

Die besten Segelreviere in Frankreich

Bretagne

Die Bretagne ist Frankreichs wildestes und technisch anspruchsvollstes Segelrevier. Die Atlantikküste ist dramatisch – Granit-Kaps, starke Gezeitenströmungen, verwinkelte Archipele und ein Netz aus geschützten Flussmündungen. Allein der Golf von Morbihan, ein fast vollständig eingeschlossenes Binnenmeer nahe Vannes, lohnt einen eigenen Törn. Wer navigatorische Herausforderungen liebt, wird es genießen, sich durch die Inseln vor der Finistère-Küste zu fädeln oder die Strömungen am Raz de Sein zu timen. Die Bretagne ist auch das kulturelle Herzstück der französischen Seefahrtstradition: Fischerdörfer, Crêperien und Apfelwein-Stuben liegen nie weit vom Liegeplatz entfernt.

Die Côte d'Azur

Die Côte d'Azur ist Frankreichs bekanntestes Segelrevier und erstreckt sich von Toulon ostwärts bis zur italienischen Grenze. Cannes, Antibes, Nizza und Monaco sind die Aushängeschilder, jeder Ort bietet ein breites Spektrum – von lebhaften Marinas bis zu stillen Ankerplätzen wenige Minuten vor der Küste. Die Lérins-Inseln vor Cannes bieten geschütztes Ankern und überraschend viel Abstand vom Trubel. Die Segelbedingungen im Sommer sind in der Regel angenehm und machen diese Region zu einer beliebten Wahl für Familien und Segeleinsteiger. Charterbetriebe sind hier besonders dicht gesät, sodass die Bootsauswahl am größten ist.

Korsika

Korsika ist das Juwel unter Frankreichs Segelzielen. Das Inselinnere mit seinen Bergen fällt steil ins Meer ab und schafft eine Küste von außergewöhnlicher Schönheit: versteckte Buchten mit weißem Sand, Meereshöhlen und kristallklares Wasser in allen Türkis- und Kobaltblautönen. Die Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien hat ihren Ruf für heftige Strömungen und Böen völlig zu Recht – wer sie bewältigt, wird mit einigen der schönsten Landschaften des westlichen Mittelmeers belohnt. Die Segelinfrastruktur der Insel hat sich deutlich verbessert; gut geführte Marinas gibt es in Ajaccio, Propriano, Bonifacio und Bastia.

Die Provence-Küste und die Calanques

Westlich von Toulon wird die Küste zwischen Marseille und Cassis von den Calanques dominiert – einer Reihe tief eingeschnittener Kalksteinbuchten, die direkt ins Meer stürzen. Die entlegensten Calanques bei Tagesanbruch per Boot zu erreichen, bevor die Ausflugsschiffe eintreffen, ist eines der großartigsten Segelerlebnisse in Frankreich. Die Hyères-Inseln (Porquerolles, Port-Cros und Le Levant) liegen direkt vor der Küste und bieten die geschützten Gewässer eines Nationalparks mit hervorragenden Möglichkeiten zum Schnorcheln und Wandern.

Die Atlantikküste: Vendée und Charente

Südlich der Bretagne bieten Vendée und Charente-Maritime ein sanfteres Atlantiksegeln. Das geschützte Bassin d'Arcachon nahe Bordeaux, die Île de Ré und die Île d'Oléron sind beliebte Familienziele mit viel ruhigem Wasser, Austernbuden und Radwegen. Dieses Revier passt zu Seglern, die atlantische Kulisse ohne die extremen Gezeiten der Bretagne suchen.

Wetter und beste Reisezeit

Die beste Zeit für einen Yachtcharter in Frankreich hängt davon ab, an welcher Küste man segeln möchte.

An der Mittelmeerküste – Côte d'Azur, Provence und Korsika – läuft die Segelsaison von Mai bis Oktober. Juli und August sind die Hauptmonate: zuverlässiger Sonnenschein, warmes Wasser und leichte bis mäßige Brisen, allerdings füllen sich die Marinas schnell und die Preise sind am höchsten. Juni und September sind wohl der goldene Mittelweg: stabiles Wetter, weniger Betrieb und günstigere Charterpreise. Der Mistral, ein kräftiger Nordwind, der sich tagelang das Rhônetal hinunter fegen kann, ist die wichtigste Wettergefahr und sollte ernst genommen werden – besonders im Golf du Lion und rund um Korsika.

An der Atlantikküste – Bretagne und Vendée – ist die Saison kürzer. Von Juni bis August ist das Wetter am verlässlichsten, aber auch im Sommer kann der Atlantik unbeständig sein. Die Gezeitenströmungen der Bretagne sind im Frühling am stärksten, was erfahrene Segler anzieht, die eine echte Herausforderung suchen. Herbstpassagen können spektakulär sein, erfordern aber solide Seemannschaft und Flexibilität.

Kostenübersicht

Frankreich ist ein Premium-Segelziel, und die Charterpreise spiegeln das wider. Hier ein grober Überblick, was beim Bootscharter in Frankreich zu erwarten ist.

Bareboat-Charter (pro Woche): Ein 38–42 Fuß großes Segelboot im mediterranen Hochsommer kostet in der Regel zwischen 2.500 und 4.500 Euro pro Woche. Korsika und die Côte d'Azur liegen am oberen Ende dieser Spanne, die Bretagne meist etwas darunter. Eine größere Yacht ab 50 Fuß kann leicht über 7.000 Euro pro Woche kosten.

Charter mit Skipper oder Crew: Ein professioneller Skipper schlägt typischerweise mit 150–300 Euro pro Tag zu Buche. Vollbemannte Katamarane oder Gulets an der Riviera oder auf Korsika kosten 8.000 bis 30.000 Euro pro Woche und bei Luxusyachten noch deutlich mehr.

Zusätzliche Kosten: Marinaliegen (30–120 Euro pro Nacht je nach Größe und Lage), Kraftstoff (Diesel ca. 1,80–2,10 Euro/Liter), Verpflegung, die APA (Advance Provisioning Allowance) bei bemannten Chartern sowie Endreinigungsgebühren. Die Nationalpark-Bojen auf Korsika erheben im Sommer eigene Tagesgebühren.

Spartipp: Wer im Mai, Anfang Juni oder Ende September bucht, zahlt 25–35 % weniger als im Hochsommer im Juli und August.

Beispiel-Törn über 7 Tage: Korsika-Umrundung ab Ajaccio

Dieser Törn ist für einen Bareboat- oder Skipperedcharter ab Ajaccio konzipiert und zeigt die schönsten Ankerplätze Korsikas. Die Etappen sind gut machbar und lassen sich je nach Wetter und Tempo anpassen.

Tag 1: Ajaccio nach Propriano

Morgens aus der Marina Ajaccio ablegen und südlich entlang der dramatischen Westküste segeln. Die Küste wechselt hier zwischen roten Granitklippen und hellen Sandstränden. Propriano ist ein gut ausgestatteter Ort mit lebhafter Uferpromenade. Nachmittags einlaufen, einen Liegeplatz nehmen und Markt sowie Restaurants entlang der Promenade erkunden. Distanz: ca. 28 Seemeilen.

Tag 2: Propriano nach Bonifacio

Diese Etappe führt am wilden Südzipfel Korsikas entlang. Die Straße von Bonifacio kann bei auffrischendem Wind kurze, steile Wellen aufbauen – die Wettervorhersage sollte man im Auge behalten. Bonifacio selbst ist unvergesslich: Die mittelalterliche Zitadelle thront auf blendend weißen Kalksteinfelsen über dem Meer, und der natürliche Hafen darunter ist einer der dramatischsten in ganz Europa. Im Golf ankern oder einen Platz in der Marina nehmen. Distanz: ca. 25 Seemeilen.

Tag 3: Erkundungstag Bonifacio

Ein Pausentag, um Bonifacio zu Fuß zu erkunden. Durch die Altstadt schlendern, die Befestigungsanlagen besichtigen und mit dem Beiboot die Meereshöhlen und Grotten entlang des Kliffußes erkunden. Am Nachmittag ostwärts motoren oder segeln und vor einem der Strände des Meeresschutzgebiets Lavezzi-Inseln ankern – das Wasser hier gehört zum klarsten im gesamten Mittelmeer.

Tag 4: Bonifacio nach Porto-Vecchio

Ein kurzer Sprung nordwärts entlang der Ostküste bringt einen nach Porto-Vecchio, einem schicken Ferienort mit großer Marina und gut sortiertem Yachtausrüster. Im Golf lohnen sich mehrere Ankerplätze, darunter die Cala Rossa und die berühmten Strände von Palombaggia, die man vom Ankerplatz per Beiboot erreichen kann. Hier Proviant auffüllen, bevor es in abgelegeneres Terrain an der Nordküste geht. Distanz: ca. 18 Seemeilen.

Tag 5: Porto-Vecchio über Solenzara nach Norden

Weiter die Ostküste hinauf – eine meist flachere und schnellere Fahrt – in Richtung Solenzara und darüber hinaus. Die Ostküste ist weniger spektakulär als die Westküste, bietet aber gute Segelbedingungen, wenn der Mistral ausbleibt. Nordwärts drücken und vor einem der Flussmündungsstränden zum Baden anlegen, bevor man einen Ankerplatz für die Nacht sucht.

Tag 6: Ostküste nach Porto

Hinüber zur Westküste, entweder um das Cap Corse herum oder durch die küstennahen Gewässer, und Kurs auf Porto – einen der beeindruckendsten Stopps auf der gesamten Insel. Der Golf von Porto ist UNESCO-Weltkulturerbe und von blutroten Porphyrfelsen umgeben. Im Golf ankern oder einen Platz im kleinen Hafen nehmen und den Abend unter dem genuesischen Wachturm verbringen, während die Klippen im Licht des Sonnenuntergangs leuchten.

Tag 7: Porto nach Ajaccio

Der letzte Schlag südwärts zurück nach Ajaccio ist ein schöner Abschluss der Runde. Die Küste entlanghalten, noch einmal in einer der Buchten südlich von Porto schwimmen und am Nachmittag in Ajaccio einlaufen. Das Boot übergeben, alles klarmachen und die letzte Nacht in der Stadt verbringen – Ajaccio ist Napoleons Geburtsstadt und bietet ausgezeichnete Restaurants sowie eine lebhafte Abendatmosphäre. Distanz: ca. 35 Seemeilen.

5 praktische Tipps für den Bootscharter in Frankreich

1. Frühzeitig buchen in der Hochsaison

Charters im Juli und August auf Korsika und an der Côte d'Azur sind oft schon im März ausgebucht. Wer feste Daten oder einen bestimmten Bootstyp möchte, sollte für den Sommer mindestens vier bis sechs Monate im Voraus reservieren. In der Nebensaison ist man flexibler, aber auch die renommiertesten Charterunternehmen füllen sich schnell.

2. Französische Marinakultur verstehen

Französische Marinas arbeiten mit einer Mischung aus vorgebuchten Liegeplätzen und dem Warten auf einen Einweiser. In der Hochsaison empfiehlt es sich dringend, in stark frequentierten Marinas – besonders auf Korsika und an der Riviera – vorab anzurufen. Die meisten senden auf UKW-Kanal 9 oder 16. Ankerbeschränkungen in den Nationalpark-Zonen um Korsika und Port-Cros werden streng durchgesetzt; vor dem Ankern immer die aktuellen Vorschriften prüfen.

3. Gezeiten in der Bretagne respektieren

Die Bretagne hat einige der größten Tidenhübe in Europa – im Bereich der Bucht von Mont-Saint-Michel bis zu 10 Meter. Hier darf man nicht auf Autopilot navigieren. Vor dem Ablegen einen aktuellen Annuaire des Marées (Gezeitentafel) kaufen, Passagen nach den Gezeitenströmungen planen und den Atlantik niemals unterschätzen. Wer wenig Erfahrung mit Gezeiten hat, sollte zumindest für die ersten Tage einen Skipper buchen.

4. Führerscheinanforderungen klären

In Frankreich müssen Bareboat-Charterer einen anerkannten Segelschein vorweisen. Die meisten Charterunternehmen akzeptieren den RYA Day Skipper oder Coastal Skipper, den ICC (International Certificate of Competence) oder entsprechende nationale Lizenzen. Für Offshore-Passagen kann ein Nachtfahrtnachweis erforderlich sein. Immer beim Charterbetrieb nachfragen, welche Dokumente benötigt werden, und diese an Bord mitführen.

5. Clever proviantieren – Märkte sind dein bester Freund

Eines der echten Vergnügen beim Segeln in Frankreich ist das Einkaufen. Wochenmärkte – Marchés – finden in den meisten Hafenstädten fast täglich am Vormittag statt und bieten frische regionale Produkte, Käse, Charcuterie und Meeresfrüchte zu Preisen, die weit unter denen im Supermarkt liegen. Das Boot vor dem Start gut bevorraten, dann unterwegs auf den Märkten auffüllen. In abgelegenen Teilen der Bretagne und Korsikas sind die Einkaufsmöglichkeiten begrenzt – für längere Etappen zwischen Ortschaften vorausplanen.

Bereit, Frankreich zu besegeln?

Ob die raue, gezeitenreiche Atlantikküste der Bretagne, der sonnengetränkte Glamour der Côte d'Azur oder die atemberaubende Wildheit Korsikas – Frankreich bietet ein Segelerlebnis, das kaum ein anderes Ziel der Welt erreicht. Die Infrastruktur ist ausgezeichnet, die Küche allein wäre schon Grund genug für eine Reise, und die Vielfalt der Segelreviere sorgt dafür, dass man Jahr für Jahr wiederkommen kann, ohne sich zu wiederholen. Fang noch heute an, deinen Yachtcharter in Frankreich zu planen – die Marinas warten auf dich.

Häufig gestellte Fragen

Welche Segelqualifikationen brauche ich, um ein Boot in Frankreich zu chartern?

Für ein Bareboat-Charter in Frankreich ist ein anerkannter Segelschein erforderlich, z. B. der RYA Day Skipper, Coastal Skipper oder der ICC (Internationales Zertifikat für die Führung von Sportfahrzeugen). Zusätzlich müssen Sie ein Logbuch mit nachgewiesenen Seemeilen vorlegen. Wer keinen anerkannten Schein besitzt, kann trotzdem ein Boot chartern, indem er einen professionellen Skipper einstellt – was die Kosten um etwa 150–250 € pro Tag erhöht.

Welches ist das beste Segelrevier in Frankreich für Erstcharterer?

Korsika ist die erste Wahl für die meisten Erstcharterer, die Frankreich besuchen – dank seiner beeindruckenden Landschaft, des klaren türkisfarbenen Wassers und der gut geschützten Ankerplätze. Der südliche Rundkurs ab Ajaccio oder Porto-Vecchio verbindet herrliches Segeln mit einfacher Navigation und guten Möglichkeiten zur Proviantaufnahme. Die Hyères-Inseln an der Côte d'Azur sind eine weitere ausgezeichnete Option für Einsteiger und bieten geschützte Gewässer, schöne Strände und sehr gute Marinaeinrichtungen.

Wann ist die beste Reisezeit für ein Charterboot in Frankreich?

Die besten Monate zum Chartern eines Bootes in Frankreich sind Juni und September. Beide Monate bieten angenehme Temperaturen, zuverlässige Winde, niedrigere Preise im Vergleich zur Hochsaison und deutlich weniger Betrieb in Marinas und Ankerplätzen. Juli und August sind am beliebtesten und teuersten, bieten aber auch die stabilsten Wetterbedingungen. An der Atlantikküste ist auch Mai eine ausgezeichnete Wahl.

Was kostet es, in Frankreich ein Boot für eine Woche zu chartern?

Ein Bareboat-Segelyacht (35–42 Fuß) in Frankreich kostet in der Nebensaison etwa 1.200–2.200 € pro Woche und im Juli/August 2.500–4.500 € pro Woche. Katamarane sind in der Regel 30–50 % teurer als vergleichbare Einrümpfer. Zusätzlich sollten Sie Liegegebühren (50–200 € oder mehr pro Nacht an der Côte d'Azur und in Korsika), Verpflegung (ca. 50–100 € pro Person und Woche), Kraftstoff sowie eine rückerstattbare Kaution von 1.500–5.000 € einplanen.

Wie schwierig ist das Segeln in der Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien?

Die Straße von Bonifacio zwischen Korsika und Sardinien ist die anspruchsvollste und aufregendste Segelpassage in Frankreich. Sie ist bekannt für starke, böige Winde durch Tramontane und Mistral, schnelle Strömungen sowie kurze, steile Wellen. Für erfahrene Segler ist die Durchfahrt gut machbar, sollte aber nicht unterschätzt werden: Überprüfe stets die Wettervorhersage, bevor du die Überfahrt in Angriff nimmst, und meide die Straße bei starkem Wind.

Darf man mit einem französischen Charterboot von Korsika nach Sardinien segeln?

Ja, die Überfahrt von Korsika nach Sardinien ist beliebt und unkompliziert – je nach Abfahrtspunkt beträgt die Distanz etwa 12–20 Seemeilen. Die häufigste Route führt von Bonifacio im südlichen Korsika nach Santa Teresa di Gallura im nördlichen Sardinien. Die meisten französischen Charterunternehmen erlauben diese Überfahrt, aber Sie sollten dies unbedingt vorab mit Ihrem Charterunternehmen bestätigen, da einige Verträge das Segeln außerhalb französischer Gewässer einschränken.

Wann ist die beste Reisezeit, um ein Charterboot in Frankreich zu mieten?

Für die meisten Segler bieten Juni und September die beste Kombination aus günstigen Bedingungen und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Juli und August bringen zuverlässigen Sonnenschein und warmes Wasser an der Mittelmeerküste und auf Korsika, allerdings sind die Marinas überfüllt und die Charterpreise erreichen ihren Höhepunkt. An der Atlantikküste in der Bretagne ist das Zeitfenster enger – Juni bis August gilt als zuverlässigste Zeit, auch wenn stabiles Wetter nie garantiert ist.

Welchen Segelschein brauche ich, um in Frankreich ein Bareboat-Charterboot zu mieten?

In der Regel benötigen Sie einen anerkannten Segelschein wie den RYA Day Skipper oder Coastal Skipper, den ICC (Internationales Zertifikat für Bootsführer) oder eine gleichwertige nationale Lizenz. Einige Charterunternehmen verlangen für Offshore-Törns zusätzlich einen Nachweis über Nachtsegeln. Klären Sie die genauen Anforderungen an die erforderlichen Dokumente immer vor der Buchung direkt mit Ihrem Charterunternehmen.

Was kostet es, in Frankreich ein Boot für eine Woche zu mieten?

Ein Bareboat-Segelboot in Frankreich kostet in der Hochsaison typischerweise zwischen 2.500 € und 4.500 € pro Woche für ein Boot zwischen 38 und 42 Fuß, wobei Korsika und die Côte d'Azur am oberen Ende liegen. Plane zusätzliche Kosten ein, darunter Hafengebühren (30–120 € pro Nacht), Kraftstoff, Verpflegung sowie Reinigungs- und Kautionsgebühren. Buchungen im Mai, Anfang Juni oder September können die Preise um 25–35 % reduzieren.

Welche Wetterrisiken gibt es beim Segeln in Frankreich?

Der Mistral ist die wichtigste Wettergefahr an der französischen Mittelmeerküste – ein starker, kalter Nordwind, der im Golf du Lion und rund um Korsika zwei bis drei Tage lang mit Sturmstärke wehen kann. In der Bretagne sind atlantische Tiefdruckgebiete und starke Gezeitenströmungen die größten Herausforderungen. Segler sollten Wettervorhersagen genau beobachten und stets einen Alternativplan parat haben.

Welche Segelregion in Frankreich bietet die schönste Landschaft?

Korsika gilt weithin als Frankreichs landschaftlich schönstes Segelziel – mit dramatischen, von Bergen gerahmten Küsten, versteckten Buchten mit kristallklarem Wasser und dem spektakulären Bonifacio auf seinen weißen Kalksteinklippen. Die Französische Riviera und ihre vorgelagerten Inseln stehen dem kaum nach, für alle, die eine lebhaftere und kosmopolitischere Atmosphäre bevorzugen. Beide Regionen sind Top-Ziele für einen Charterboot-Urlaub in Frankreich.

Wie weit im Voraus sollte ich ein Charterboot in Frankreich buchen?

Die meisten Charterunternehmen nehmen Buchungen sechs bis zwölf Monate im Voraus an. Für Juli und August auf Korsika oder an der Côte d'Azur wird eine Buchung vier bis sechs Monate im Voraus dringend empfohlen. Die gefragtesten Bootstypen – Katamarane und größere Einrümpfer – sind zuerst ausgebucht. In der Nebensaison im Mai, Juni oder September gibt es kurzfristig oft noch mehr Verfügbarkeit.

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